KfW-Förderung für die barrierefreie Badsanierung

Badezimmer mit Dusche, Badewanne und Waschbecken

Zwei Drittel aller pflegebedürftigen Menschen wohnen in ihren eigenen vier Wänden und werden dort versorgt, nur wenige dieser Räume sind barrierefrei. Wer vorsorgen will, muss gegebenenfalls umbauen. Nun sind barrierefreie Umbauten häufig mit einer Hemmschwelle belastet: Sie sind oft mit einem enormen Zeit- und Kostenaufwand verbunden. Eine gängige Lösung ist die Inanspruchnahme von Pflegekassen-Zuschüssen. Sollte diese Art der Förderung nicht greifen, weil kein Pflegegrad vorhanden ist oder das Zuschuss-Kontingent bereits aufgebraucht ist, besteht die Möglichkeit auf eine staatliche Förderung. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt solche Zuschüsse und Förderungen für den barrierefreien Umbau. 

Wie fördert die KfW-Bank?

Die KfW-Bank ist eine öffentliche Förderbank und untersteht dem Bundesministerium für Finanzen. Das Institut fördert neben kleinen und mittleren Unternehmen sowie Existenzgründern auch Vorhaben aus dem Bereich Wohnungsbau und Infrastruktur, die einem sozialen Zweck dienen und die Wohnqualität verbessern. Die Kfw-Förderung für das Bauen, Wohnen und Energiesparen beinhaltet auch barrierefreie Umbauten und die Kfw-Badsanierung, da sich gerade in Badezimmern Sicherheit, Ergonomie und Pflegequalität oft nachhaltig verbessern lassen.

Was fördert die KfW?

Durch Förderungen der KfW sollen ältere und körperlich beeinträchtigte Menschen in die Lage versetzt werden, weiterhin eine würdevolle Wohnqualität zu erleben und selbstständig den Tag zu gestalten. Als öffentliche Bank setzt sich die KfW daher insbesondere für die barrierefreie Sanierung ein und unterstützt den Ausbau von Wohnungen für ältere Personen und Menschen mit Pflegebedarf. Durch die Verbesserung der Zugänglichkeit und die barrierefreie Anpassung von Einrichtungen können Menschen in ihrem gewohnten Wohnumfeld bleiben und weiterhin das soziale Umfeld genießen.

Die KfW unterstützt folgende Vorhaben zur Barrierereduzierung

  • Wege und Stellplätze
  • Eingangsbereich und Wohnungszugang
  • Überwindung von Treppen und Stufen
  • Anpassung der Raumaufteilung
  • Balkon, Loggia und Terrasse
  • Umbau des Bades
  • Kommunikation, Unterstützung und Sicherheit
  • Beratung durch Experten

Ein barrierefreies Badezimmer erleichtert für Personen, die in der Beweglichkeit oder der Wahrnehmung eingeschränkt sind, die Körperpflege, verbessert das Wohlergehen und trägt zu einem positiven Lebensgefühl bei. Auch ältere Personen profitieren von den vielen Verbesserungen, die ein barrierefreier Badumbau mit sich bringt.

Wie wird speziell der Badumbau gefördert?

Die KfW bietet Kredite für Badsanierungen, barrierefreie Umbauten und den Einbau neuer Sanitärinstallationen im Bad an. Die Darlehen lassen sich von Privatpersonen beantragen, also Mietern, Wohnungseigentümern und Hausbesitzern. Für den barrierefreien Badumbau bietet die KFW die Programme Barriere­reduzierung (455-B) und Altersgerecht umbauen (159) an. Zuschüsse gibt es für:

  • Änderung der Raumaufteilung des Bades
  • Schaffung bodengleicher und bodennaher Dusch­plätze einschließlich Dusch­sitze
  • Modernisierung von Sanitär­objekten (WC, Bidets, Wasch­becken, Bade­wanne, mobiles Liftsystem)

Wie hoch ist der Zuschuss für den Badumbau?

Die KFW übernimmt 10 Prozent der Kosten, die der Badumbau verursacht. Insgesamt wird die barrierefreie Badsanierung mit einem Betrag von maximal 5.000 Euro gefördert. Dabei werden nur Beträge über 200 Euro erstattet, sodass eine Bezuschussung bei Umbaukosten ab 2.000 Euro anfällt. Die Praxis zeigt aber, dass diese Kostenschwelle auch beim Umbau kleinerer Bädern schnell erreicht wird.

Zu den förder­fähigen Kosten zählen:

  • Materialkosten
  • Arbeitskosten (Hand­werker, Energie­effizienz-Experten und Sach­verständige)
  • Mehrwert­steuer auf diese Kosten

Eine andere Möglichkeit der Finanzierung ist die Aufnahme eines zinsgünstigen Kredits bei der KFW. Hierzu lässt sich ein Darlehen in einer Höhe bis zu 50.000 Euro beantragen.

Diese Aktualisierungen gelten für das Jahr 2021

Wer den barrierefreien Umbau in Angriff nehmen will, sollte frühzeitig planen. Der für den barrierefreien Ausbau infrage kommende Personenkreis wird in unserer älter werdenden Gesellschaft nämlich eher größer als kleiner. Das bedeutet, dass die Fördermittel schnell vergriffen sind. So sind die Gelder der KFW für barrierereduzierende Maßnahmen im Jahr 2021 bereits aufgebraucht. Neue Anträge lassen sich im Jahr 2021 daher nicht mehr stellen. Sofern auch 2022 Fördermittel bereitgestellt werden, ist eine Antragstellung im nächsten wieder Jahr möglich. Wichtig: Um eine Unterstützung zu erhalten, darf mit der Umbaumaßnahme noch nicht begonnen worden sein. Auf der Webseite der KfW erhalten Interessenten zeitnahe Informationen zum aktuellen Fördermittelstatus.

Welche Anforderungen muss ein Bad nach dem Umbau erfüllen?

Zugänglichkeit der Sanitärobjekte

Der Zuschuss der KfW-Bank lässt sich zum Beispiel für den Einbau einer Toilette, Dusche und Haltegriffe oder für die Überarbeitung eines bestehenden Badezimmers verwenden. Die Anforderungen an barrierefreie Renovierungen und deren Finanzierung unterscheiden sich je nach Größe des Badezimmers. Badezimmer sind ein grundlegender Bestandteil unseres Lebens und können die Lebensqualität gerade für körperlich beeinträchtigte Personen wesentlich steigern. Der wichtigste Aspekt ist jedoch die Verbesserung der Sicherheit. Für barrierefreie Bäder gelten in diesem Punkt erhöhte Anforderungen, die erfüllt werden müssen. Dies betrifft zum Beispiel erhöhte Installationen und Rampen für Personen, die beim Ein- und Aussteigen aus der Toilette Hilfe benötigen. Eine barrierefreie Toilette sollte mit Haltegriffen und gegebenenfalls einem Duschstuhl ausgestattet sein.

Badaufteilung, Beleuchtung und Farben

In größeren Badezimmern erleichtert die Aufteilung in einzelne Sektionen die Nutzung. Angepasste Beleuchtungselemente Farben und Schalter tragen ebenfalls zu mehr Sicherheit und einer erleichterten Bedienung bei. Die einfache Handhabung aller Elemente sollte auf die individuellen Bedürfnisse der Badbenutzer zugeschnitten sein. Das Badezimmer ist ein feuchter Raum – hier ist immer von einer erhöhten Rutschgefahr auszugehen. Mit geeigneten baulichen Maßnahmen wie bodennahen oder ebenerdigen Duschkabinen, Anti-Rutschbeschichtung, höhen­verstellbaren Waschbecken und ergonomischen Griffen lassen sich Risiken für die Benutzer gezielt reduzieren.

Welche Unterlagen brauche ich für die Beantragung?

Um für eine barrierefreie Umgestaltung des Bades eine KfW-Förderungen zu beantragen, benötigen Sie diese Unterlagen:

  • Ausweiskopie (Personalausweis oder Reisepass)
  • Kontoauszüge der letzten 2 Jahre
  • Mietvertrag
  • Bescheinigungen des Vermieters oder Eigentümers über den Mietstatus

Voraussetzung für die Antragstellung zur Bezuschussung des barrierefreien Badumbaus ist die Registrierung im KfW-Zuschussportal. Nach Ausfüllen erhalten Antragsteller eine Bestätigung des eingegangenen Antrags per E-Mail. Die Antragsbestätigung ist mit weiteren Informationen im KfW-Zuschussportal aufrufbar. Die Zusage auf einen Zuschuss ist zeitlich befristet, das Vorhaben muss also bis zum von der KFW angegebenen Datum abgeschlossen sein. Sobald der Badumbau fertig ist, kann der Antragsteller alle mit dem Vorhaben verbundenen Rechnungen im KfW-Zuschussportal hochladen. Das Fördergeld wird auf das von ihm angegebene Konto überwiesen. Mit einer Vollmacht lässt sich der Antrag für antragsberechtigte Personen auch von Dritten stellen. Muster zum Ausstellen einer Vollmacht und weitere Dokumente stellt die KFW ebenfalls zur Verfügung.

Bodengleiche Dusche, WC und Waschbecken im Bad

Ein Umbau der Dusche oder Badewanne zur Dusche mit geringer Restschwelle ist fast in jeder Wohnung möglich.

Das barrierefreie Badezimmer verbessert Sicherheit, Hygiene und Wohlgefühl

Der Wert eines barrierefreien Badumbaus wird vom Benutzer täglich mehrmals erlebt. Mit der KfW-Förderung für eine KfW-Badsanierung fällt die Sanierung noch leichter. Der Mehrwert, der sich mit der Nutzung des Bades verbindet, schlägt sich in verbesserter Körperhygiene und erhöhtem Wohlgefühl aus. Planung und Umbau sollten Sie einem Betrieb überlassen, der Expertise im barrierefreien Umbau besitzt. So profitieren Sie im barrierefreien Badezimmer von Installationen, die sich auch nach Jahren noch bewähren und allen Anforderungen an Sicherheit und Ergonomie im Bad genügen.

So stellen Sie den Antrag für den barrierefreien Badumbau bei der KfW

Gehen Sie gleich den ersten Schritt und laden Sie sich das KfW-Antragsformular herunter. Auf der Webseite der KfW stehen weitere Informationen zur KfW-Badsanierung bereit, die Ihnen vielleicht schon erste Fragen beantworten. Für alle weiteren Informationen zum barrierefreien Badumbau wenden Sie sich gern an uns. Wir freuen uns auf ihren Anruf und beraten Sie gern zur konkreten Umsetzung – damit Sie schon bald Ihr neues barrierefreies Badezimmer genießen können.